Das Schröpfen ist eine bewährte Therapiemethode, die seit vielen Jahrhunderten angewendet wird und auch in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) einen festen Platz hat. Dabei werden spezielle Schröpfgläser auf bestimmte Körperbereiche gesetzt. Durch das Erzeugen eines Unterdrucks wird die Haut sanft angesaugt und das darunterliegende Gewebe stimuliert.
Ziel der Behandlung ist es, die Durchblutung anzuregen, Verspannungen zu lösen und die natürlichen Regulationsprozesse des Körpers zu unterstützen. In der TCM geht man davon aus, dass Beschwerden entstehen können, wenn der Energiefluss (Qi) oder die Zirkulation von Blut und Körperflüssigkeiten gestört ist. Durch das Schröpfen sollen solche Stagnationen gelöst und das Gleichgewicht im Körper gefördert werden.
Je nach Beschwerden und Behandlungsziel kommen unterschiedliche Schröpftechniken zum Einsatz. Beim trockenen Schröpfen werden die Gläser für einige Minuten auf der Haut belassen. Beim bewegten Schröpfen werden die Gläser mit Öl über die Haut geführt, wodurch zusätzlich eine intensive Massagewirkung entsteht. Welche Methode angewendet wird, richtet sich nach der individuellen Situation und dem Therapiekonzept.
Viele Menschen suchen eine Schröpfbehandlung bei Muskelverspannungen, Rücken-, Schulter- oder Nackenschmerzen auf. Auch bei Stress, Erschöpfungszuständen oder dem Gefühl von körperlichen Blockaden wird Schröpfen häufig unterstützend eingesetzt. Die Behandlung wird oft als wohltuend und entspannend empfunden.
Nach dem Schröpfen können vorübergehende rötliche oder bläuliche Verfärbungen der Haut entstehen. Diese sind eine normale Reaktion auf den Unterdruck und klingen in der Regel innerhalb weniger Tage wieder ab.
Vor jeder Behandlung erfolgt eine ausführliche persönliche Anamnese. Dabei werden nicht nur die aktuellen Beschwerden betrachtet, sondern auch der allgemeine Gesundheitszustand und individuelle Faktoren berücksichtigt. So kann die Behandlung gezielt auf die Bedürfnisse des jeweiligen Menschen abgestimmt werden.
